Panikstörung, was ist das?

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychi- schen Erkrankungen in Deutschland und sind damit eine Volkskrankheit.
Menschen, die unter einer bestimmten Form der Angststörung – einer Panikstörung – leiden, erleben plötzliche Gefühle von großer Angst, Unsicher- heit, Benommenheit, Schwindel und berichten oft von starkem Herzklopfen oder Atembeschwer- den.
Betroffene versuchen dann Situationen, in denen diese Symptome erlebt wurden oder in denen deren Auftreten gefürchtet wird, zu vermeiden.
Dies kann zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag führen oder zu Schwierigkeiten in familiären und anderen Beziehungen.
Manchmal kann dabei die gesamte Persönlichkeit einbezogen sein. Zum Beispiel erleben manche Patienten eine starke Abhängigkeit von anderen, andauernde und zu starke Gehemmtheit in sozialen Situationen, große Schwierigkeiten, sich auf Neues einzulassen oder heftige negative Gefühlszustände. Betroffene haben oft mehrere Behandlungsversuche hinter sich, die dann häufig nur über gewisse Zeit geholfen haben.

Studie zu Panikstörung in Verbindung mit Persönlich-
keitsproblemen (APS-Studie)

Im Rahmen der APS-Studie untersuchen wir zwei wissenschaftlich anerkannte Psychotherapie-verfahren:
1. Analytische Psychotherapie
2. Verhaltenstherapie
Dauer und wöchentlicher Stundenumfang variieren je nach Therapieverfahren und werden auf Ihre individu- ellen Bedürfnisse abgestimmt. Beide Therapieverfahren werden in der APS von erfahrenen ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten angeboten. Die Kosten werden in der Regel von Ihrer Krankenkasse getragen.

Wer kann an der APS-Studie teilnehmen?

Sie können teilnehmen, wenn Sie
  •   mindestens 21 Jahre alt sind,
  •   über sehr gute Deutschkenntnisse verfügen,
  •   unter einer Panikstörung leiden und den Eindruck haben in verschiedenen Lebensbereichen beeinträchtigt zu sein,
  •   keine Abhängigkeitsprobleme haben (wobei Nikotin- und Koffeinabhängigkeit hier nicht zählen)
  •   keine Psychose haben und
  •   momentan keine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen

Diagnostik & Psychotherapie in der APS-Studie

Neben der qualitativ hochwertigen Psychotherapie erhalten Studienpatienten/innen eine ausführliche Diagnostik sowie zusätzliche Untersuchungstermine nach Abschluss der Therapie. Wir interessieren uns für Ihre therapeutischen Erfahrungen und begleiten Sie, unabhängig von der Dauer der ambulanten Behandlung, über einen Zeitraum von sechs Jahren. Hierzu kontaktieren wir Sie jeweils einmal jährlich für ein Telefoninterview und bitten Sie, Fragebögen zu Ihrer aktuellen Befindlichkeit auszufüllen. Sämtliche Daten werden anonym ausgewertet, die Therapeuten und Studienmitarbeiter unterliegen der Schweige-
pflicht. Sollten Sie sich zur Teilnahme entschließen, werden Sie einem der Psychotherapieverfahren zufällig zugewiesen. Durch unsere Kooperation mit erfahrenen niedergelassenen Therapeuten/innen beider Verfahren, kann Ihnen ohne längere Wartezeit ein ambulanter Therapieplatz angeboten werden.

An wen muss ich mich wenden?

Wenn Sie sich zur Teilnahme entschlossen haben, nähere Informationen benötigen bzw. nicht sicher sind, ob eine Teilnahme für Sie möglich ist, können Sie sich an eines der fünf Studienzentren wenden oder eine E-Mail an info ( at ) aps-studie.de senden: 
Berlin:
Dipl. Psych. Svenja Over
Psychologische Psychotherapeutin
IPU Berlin
Stromstr. 3
1055 Berlin

Tel.: 030-300 117 800
E-Mail: svenja.over ( at ) ipu-berlin.de
Kassel:
M. Sc. Psych. Miriam Hans
Institut für Psychologie
Universität Kassel
Holländische Str. 36-38
34127 Kassel

Tel: 0561-804 7527 
E-Mail: miriam.hans ( at ) uni-kassel.de
Heidelberg:
Dipl.-Psych. Ottilia Klipsch
Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Innere
Medizin und Psychosomatik
Thibautstr. 2
69115 Heidelberg

Tel: 06221-56 36317
E-Mail: ottilia.klipsch ( at ) med.uni-heidelberg.de
Hamburg:
M. Sc. Psych. Patrik Tessmann
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
-psychotherapie und -psychosomatik Martinistraße 52
20246 Hamburg

Tel: 040-7410 57448
E-Mail: p.tessmann ( at ) uke.de
München:
Dr. phil. Dipl. Psych. Ingrid Erhardt
Klinikum rechts der Isar
Klinik und Poliklinik für
Psychiatrie und Psychotherapie
Institutsambulanz
Ismaningerstr. 22
81675 München

Tel: 0176-8694 1193 (mobil)
(erreichbar: Mo, Mi, Do zw. 10–14 Uhr)
E-Mail: ingrid.erhardt ( at ) tum.de